Heute haben sich rund 300 selbstbestimmte Menschen auf die Strasse bewegt, um klar zu stellen, dass wir die Räumung des autonomen Freiraums EWZureich nicht einfach so tolerieren werden.
Wir haben auch an der Wasserwerkstrasse vorbeigeschaut, wo die Bullen natürlich aufgereiht und in Vollmontur ganz nervös rumstanden, um den erneuten Leerstand des Kesselhauses im Notfall auch mit Gummischrot und was auch sonst noch immer zu verteidigen. Einfach nur peinlich. Dabei wollten wir doch nur ganz gechillt vor unserer wunderschönen Halle ein Bier trinken und dem zweiten Teil unseres Hörspieles lauschen!
Ein autonomer Kulturplatz vom feinsten hätte an der Wasserwerkstrasse entstehen sollen. (Das alte Kesselhaus der EWZ wurde am Sonntag 30. Oktober besetzt, darauf folgte eine Woche voller Programm, Küfa, Velowerkstatt und viel weiteres. Das Haus wurde stark besucht, Nachbar:innen, Freund:innen zufällig vorbei Spazierende, alle waren begeistert!)
Für uns alle ist klar das neu besetzte EWZureich muss bleiben!

Für alle ausser die EWZ natürlich.
Die Argumente für die Räumung waren willkürlich und es fand zuvor keine Verhandlung statt. Zudem bestehen bis sicher 2027 keine handfesten Nutzungspläne für das Kesselhaus.
Es kann nicht sein, dass eine wunderschöne Halle in der Innenstadt für weitere fünf Jahre leer steht und nicht genutzt wird, während unkommerzielle Kulturräume an allen Ecken und Enden verloren gehen und überteuerten PopUp Schuppen weichen müssen!
Die Stadt und die EWZ verstecken sich hinter dem Narrativ, dass sie unsere Anliegen eigentlich ja schon gut fänden aber hier halt mal wieder nicht der richtige Ort dafür sei. Immer. das. selbe. Spiel. Wenn nicht hier wo dann??
Nur im Zentrum einer Stadt können kulturelle Räume auch zugänglich sein. Alle haben ein Recht auf Zentralität!
Jetzt gilt: So leicht werdet ihr uns nicht los!
Wir fordern weiterhin eine Verhandlung mit der EWZ, und die Tolerierung eines autonomen Kulturraums an der Wasserwerkstrasse 101.
Wir wollen Raum zum experimentieren, vernetzten und politisieren! Wir brauchen Raum für Soziales, Zwischenmenschliches und Kulturelles!
Bildet Banden! Besetzt Häuser! Redet mit euren Nachbar*innen! Geht auf die Strasse!
Zeigen wir, dass nur Freiraum Alternativen hergeben kann und Kultur nicht in Kuration und Kommerz, sondern Autonomie und Kollektivität entsteht! Keine Räumung auf Vorrat!
Wir sind gekommen um zu bleiben!
#alleswirdbesetzt !!!!!!

